Tag 3 bis 9 - Jeden Tag ein Ei

Vesna ist eine fleissige Ente. Jeden Morgen kommt sie zurück zu ihrem Nest und legt ein weiteres Ei ab. Ich hab mich echt gefragt wo sie die Eier alle unterbekommt, also zum einen in sich slebst und zum anderen in ihrem Nest. Denn Enten legen bis zu 15 Eier. Fünfzehn. Absolut irre!

Den ganzen Tag über gab es dann Nestwache und Ausbau. Hier wurden Pflanzenteile herausgerupft, da wurde Erde entfernt und dort wurde ein altes Pflanzschild als Windabweiser platziert. Dabei blieb immer das Umfeld im Blick der besorgten Mutter. Permanent hielt sie ausschau nach Greifvögeln oder ihrem seltsamen Mitbewohner, der sich auf der Bank mit dem Abendessen und einem kühlen Bier platziert hatte, um ihr Treiben genüsslich zu beobachten.

Vesna liess mich immer mehr in ihre Nähe. Bald hielten wir Seite an Seite gemeinsam Ausschau nach den Greifvögeln oder vertrieben die friedlichen, aber frechen Spatzen. In unserem Quartier kreisen öfters Rotmilane, welche sich sicher über eine Mahlzeit auf Basis Enteneier gefreut hätten. Durch das Herauskurbeln der Markiese konnte ich das Nest aber gut vor den Milanblicken schützen und Vesna den Aufenthalt in ihrer WG auf Zeit etwas angenehmer gestalten. So war sie auch besser  vor Wind und Regen geschützt.

Kurz vor Einbruch der Dämmerung begann die sonst so gemütliche Vesna ihren Hintern in die Höh' zu strecken und die gelegten Eier auszuricthen. Anfangs bedeckte sie diese immer mit etwas Laub, bevor sie sich kurz vor Dämmerungseinbruch zur Selbstversorgung richtung See aufmachte.

Morgens galt mein erster Blick immer Vesna. Sie sass dann wieder in ihrem Pflanzkübel und schaut zufrieden drein. Wir verbrachten viel Zeit gemeinsam auf dem Balkon, vertanden uns prächtig und tauschten so manchen Quak aus.